Mittwoch, 20. Juni 2018

Acceptance

Acceptance is not a judgment or sentencing. In acceptance, we recognize and accept the larger scope of life. This means to simply be with how it feels in this moment. Set aside the mind stories, judgments, criticisms and everything else. Simply feel. And accept.

Acceptance brings a spaciousness that alleviates tension. And thus, a sense of humor and self-humility goes even further.

Acceptance doesn’t wait for the right circumstance in the future, nor does it belabor past events and traumas.

Acceptance is not self-denigrating. It is simply a quiet balance of observation and awareness, though the tasks and challenges of life still need tending to, the burden is set aside for this moment.

Keith Artisan 

Mittwoch, 13. Juni 2018

Kaffee. Ein psychoaktives Genussmittel

Ein ganz wunderbares Zitat von Mark Pendergast leitet dieses höchst ansprechend gestaltete Werk ein: "Es war das radikalste Getränk der Welt weil seine Funktionsweise stets darin bestand, die Menschen zum Denken zu bewegen."

Der Autor Markus Berger erwähnt in seinem Vorwort unter anderem, dass bereits Kinder den Duft von Kaffee mögen. Ob das generell so ist, mag schwierig zu belegen sein, doch meine eigene Erinnerung weist klar in diese Richtung. De Kaffeeduft in der Küche meiner Grossmutter am Hegibachplatz in Zürich ist mir nach wie vor in allerbester Erinnerung.

Kaffee ist mehr als ein "erhellendes Appetithäppchen", das Lust auf mehr machen soll, als das dieser schmale Band von 140 Seiten vom Autor im Vorwort bezeichnet wird. Es ist ein gut geschriebenes, informatives Werk, das vielfältig über Kaffee aufklärt – es lässt sich einiges daraus lernen. Mir jedenfalls war nicht bekannt, dass Kaffee, neben Alkohol und Nikotin die beliebteste Volksdroge ist und als Handelsware direkt nach dem Erdöl, das die Spitzenposition einnimmt, kommt. Auch nicht bekannt war mir, dass Brasilien, Vietnam, Kolumbien und Kenia die weltweit grössten Kaffee-Exporteure sind. Und gänzlich unbekannt war mir, dass man "seinen eigenen Kaffee ziehen, zubereiten und geniessen kann", vorausgesetzt, man hat die nötige Geduld dazu.

Kaffee war einstmals verboten, galt, wie so vieles andere auch, als Droge. Weil Kaffee anregt, belebt, die Stimmung verändert, die Sinne schärft – also das bewirkt, was gemeinhin Drogen tun. Markus Berger spricht von der Kaffee-Prohibition, was mich automatisch an die Alkohol-Prohibition in den Vereinigten Staaten von 1920- 1933 denken lässt und, betrachtet man die unterschiedlichen Auswirkungen (die Alkohol-Prohibition beförderte nicht zuletzt das organisierte Verbrechen), eine eher unglückliche Wortwahl ist. Parallelen gibt es trotzdem, denn Drogenverbote gelten so recht eigentlich nie der Volksgesundheit, sondern sind "lediglich wirtschaftlichen und rassistischen Motivationen geschuldet." 

Kaffee informiert auch über den Kaffee als Heilmittel (und weist in diesem Zusammenhang auch auf drei antiquarische Bücherschätze zum Thema hin), über Koffeinabhängigkeit, entkoffeinierten Kaffee sowie Surrogate wie etwa Zichorienkaffee und andere mehr. Auch praktische Tipps für Kaffeegeniesser fehlen nicht.

Markus Berger
Kaffee
Ein psychoaktives Genussmittel
Nachtschatten Verlag, Solothurn 2018

Mittwoch, 6. Juni 2018

Von Positiv zu Negativ?

Nichts genügt, alles soll besser werden, auch der Mensch. Nicht mit sich selber zufrieden zu sein, ist dem Menschen so recht eigentlich Schicksal. Dass er danach trachtet, über sich selbst hinauszuwachsen, ihm eigen. immer schon. Das Ausmass der gegenwärtigen Unzufriedenheit mit sich selber, wenn denn die Self Help-Abteilungen der Buchläden ein verlässlicher Indikator sind,  verwundert hingegen nicht nur, sondern sollte zu Besorgnis Anlass geben, denn es scheint, dass da ganz grundsätzlich Einiges falsch läuft.

Das Leben ist ein ständiges Hin und Her, von Heute Hui geht es schnurstracks zu Morgen Pfui. Prof. Dr. Svend Brinkmann, Psychologe, ist das überdrehte "Hauptsache Positiv"-Mantra der Self Help Bücher dermasssen aufgestossen, dass er sich mit einem genauso blöden "Hauptsache Negativ" heftig dagegen wehrt. Könnte man jedenfalls meinen, wenn man den Titel seines Buchs Pfeif drauf! Schluss mit dem Selbstoptimierungswahn oder die sieben Punkte, die er als Gegenmittel vorschlägt, wörtlich nimmt. 

Nehmen wir den ersten: "Hören Sie auf, in sich selbst hineinzublicken." Denn dieses Selbst sei nichts anderes als eine Idee, eine Konstruktion. Weshalb es denn auch sein könnte, dass wenn wir tief in uns hineinblicken, da gar nichts finden werden. Nun ja, als Erkenntnis wäre das ja schon mal nicht schlecht, doch setzt es voraus, dass man mal den Versuch gemacht hat.

Der zweite der sieben Punkte heisst: "Fokussieren Sie sich auf das Negative in ihrem Leben." Dass es heutzutage eine Tyrannei des Positiven gibt, wie Prof. Brinkmann beklagt, ist für mich keine Frage, doch weshalb dann gleich ins andere (und weitaus dümmere) Extrem verfallen? Lässt man die der Werbung/dem Verkauf geschuldete Plattheit (und Provokation) dieser Behauptung ausser Acht und fokussiert sich auf des Professors Ausführungen, stösst man auf Vernünftiges, Realistisches und Naheliegendes. "Wir müssen uns das Recht zurückerobern, zu denken, dass etwas einfach nur schlecht ist – und das ohne Vorbehalte." Eine Selbstverständlichkeit, die vermutlich Nicht-Studierten geläufiger ist als Studierten.

Ich habe nicht vor, auf jeden der sieben Punkte einzugehen, denn so recht eigentlich gipfeln sie alle darin, dass wir uns das Leben nicht schön reden (es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung), sondern so nehmen sollen, wie es nun einmal ist  nicht perfekt. Und auch wir Menschen sind nicht perfekt und sollen es auch gar nicht sein.

Zugegeben, das sehen nicht alle so. Weshalb sie denn auch in einem unnötigen Masse leiden. Die Suche/das Streben nach Perfektion kann krankhafte Züge annehmen. Wie alles, das extrem betrieben wird. Wie etwa das Authentisch-Sein, das für viele einen Wert an sich darstellt. Allerdings wird dabei vergessen, dass es auch authentische Trottel gibt.

Prof. Brinkmann erklärt sich den allgegenwärtigen Selbstoptimierungswahn damit, dass es schwieriger geworden ist, Wurzeln zu schlagen und Stabilität zu erlangen. Wir sind Gefangene einer schnelllebigen Zeit, in der Flexibilität gefragt und gefordert ist. Wer ständig gehetzt durchs Leben rennt, hat kaum einmal Zeit, um innezuhalten und sich zu fragen, was das Ganze eigentlich soll bezw. ob man wirklich so gehetzt leben will

"Meine Grossmutter", schreibt Svend Brinkmann, "pflegt des Öfteren zu sagen, man solle mit dem Leben 'zurechtkommen', Treten Probleme auf, sollten wir ihrer Meinung nach nicht danach streben, sie zu 'lösen'. Das wäre zu viel verlangt." Anstatt sich zu finden versuchen, wäre es oft gescheiter, sich mit sich abzufinden.

Von der positiven Visualisierung werden wohl die meisten schon gehört haben. So werden etwa Sportler beim Training dazu angeleitet, ein Ziel zu visualisieren, damit es erreicht werden kann. Funktioniert das? Schwer zu sagen (wie soll man das auch messen?), doch mir scheint der Ansatz plausibel. Und was meint Prof. Brinkmann? Er geht gar nicht darauf ein, sondern empfiehlt, was er "die negative Visualisierung der Stoiker" nennt und ein ganz falscher Begriff für etwas höchst Hilfreiches ist.

Die Stoiker haben unter anderem gelehrt, dass alles im Leben nur geliehen sei und jederzeit wieder genommen werden könne. Und dass wir uns mit der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen sollten. "Memento mori  bedenke, dass du sterben wirst! Denken Sie jeden Tag daran. Doch nicht auf eine Weise, die Sie lähmt oder verzweifelt macht, sondern so, dass Sie sich schrittweise an den Gedanken gewöhnen und das Leben besser wertschätzen können." Wahre und hilfreiche Worte! Was sie mit 'negativer Visualisierung' zu tun haben sollen, ist mir hingegen schleierhaft.

Svend Brinkmann nimmt sehr oft Bezug auf den Stoizismus. Zentral ist ihm dabei keine theoretische, sondern eine pragmatische Sichtweise. Ihn interessiert die Frage, "inwieweit diese Philosophie angesichts heutiger Probleme von Nutzen sein kann," Für mich selber ist das keine Frage, ich halte diese Lebensphilosophie, bei der Standhaftigkeit und Gelassenheit im Zentrum stehen, für weitaus sinnvoller als Anleitungen zur Selbstoptimierung.

PS: Svend Brinkmann empfiehlt die Lektüre von Murakami, Houellebecq und Knausgard, weil die drei konkret, nüchtern und illusionslos schreiben. Denn nichts hilft uns besser in der Gegenwart anzukommen, als unsere Illusionen zu verlieren.

Svend Brinkmann
Pfeif drauf! 
Schluss mit dem Selbstoptimierungswahn
Knaur Verlag, München 2018

Mittwoch, 30. Mai 2018

Addiction - an illness or a crime?

Some addicts get pitied, others get blamed. Alcoholics are tortured geniuses. Drug addicts are deviant zombies. Male drunks are thrilling. Female drunks are bad moms. White addicts get their suffering witnessed. Addicts of color get punished. Celebrity addicts get tabloid headlines and posh rehab with equine therapy. Poor addicts get prison terms. Someone carrying crack cocaine gets five years, while someone driving drunk gets a night in jail, even though drunk driving kills more people every year than all illegal drugs combined.

For the full articke, go here

Mittwoch, 23. Mai 2018

A fresh beginning, again and again

Be patient with everyone, but above all, with yourself. I mean, do not be disheartened by your imperfections, but always rise up with fresh courage. I am glad to make a fresh beginning daily. There is no better means of attainment to the spiritual life than by continually beginning again, and never thinking that we have done enough. How are we to be patient in dealing with our neighbour's faults if we are impatient in dealing with our own? He who is fretted by his own  failings will not correct them. All profitable correction comes from a calm and peaceful mind.

Saint Francis de Sales

Mittwoch, 16. Mai 2018

You are accepted

"You are accepted" ... accepted by that which is greater than you and the name of which you do not know. Do not ask the name now, perhaps you will know it later. Do not try to do anything, perhaps later you will do much. Do not seek for anything, do not perform anything, do not intend anything. Simply accept the fact you are accepted.

Paul Tillich

Donnerstag, 10. Mai 2018

Substance abuse & Narcissistic personality disorder

Fromson ticks off the warning signs: verbally abusive behavior, tardiness, unexcused absences, inappropriate sexual behavior. The signs of strain tend to come first in a doctor's personal life. "When things happen at the workplace," he says, "usually they have been going on for a long time." Even then, he says, the problem may not be confronted, because most doctors are self-employed and only loosely supervised, and hospital management is often hesitant to call doctors on questionable behavior for fear that they will take their patient base to a hospital across town.

All of this means a doctor's substance abuse problem can go unchecked and then trigger a downward spiral.

And if the drug of choice is crystal meth, or speed as it's also known, the narcotic at the center of Arndt's charges, the spiral can move at dizzying speeds. In his job with the San Francisco Department of Public Health, Grant Colfax has done some pioneering research documenting the prevalence of speed in the gay community. "For many gay men, crystal meth has just completely destroyed them," he says. "People bottom out. It's a question of how far down you've fallen, and if you can get back up."

For the full story, go to What went wrong?