Samstag, 15. August 2020

Recovery

Recovery
is nothing to play around with.
"Yesterday I felt like it; today I don't"
might be a harmless enough attitude about
whether or not we're going to play the
bongo drums, but it's masochistic to 
approach recovery that way.

There is no such thing as standing still. We
either inch along forward or we slip
backward. All that we have gained can be
lost, and lost forever. Our lives are not
soap operas. The issues we're dealing with
are real, and in some areas of our lives
unrecoverable.

On many a meeting room wall hangs a 
saying "Never Compromise". The idea is
not that we have to be perfect, but that
every little slip is an invitation to a larger
one. Recovery is so important that even the
inches may become critical.

Samstag, 1. August 2020

Die Welt mit anderen Augen sehen

"Ein Physiker ermutigt zu mehr Spiritualität", so der Untertitel. Muss man denn zu Spiritualität wirklich "ermutigen"? Und falls ja, würde Spiritualität nicht genügen? Warum muss es "mehr" sein? Meines Erachtens leben wir in Zeiten, denen die Spiritualität abhanden gekommen ist und es schon reichen würde, sie wieder zu entdecken.

Markolf H. Niemz stellt in diesem originell und leserfreundlich gestalteten Buch "sechs Challenges" (dass das Lektorat solche völlig unnötigen Anglizismen durchgehen lässt, befremdet mich) vor, die zeigen, "was passiert, wenn man den Blickwinkel ein wenig ändert und eine alte fernöstliche Weisheit einbezieht."

Raum und Zeit, Sein und Werden, Gut und Böse, Huhn und Ei, Schöpfer und Schöpfung, Liebe und Verständnis sind die Themen, die in "Die Welt mit anderen Augen sehen" abgehandelt werden und durch ein "Bonuskapitel" über "Einsteins Relativität und Nahtoderfahrungen" sowie einen "Talk" mit dem Autor  (wo der Fragesteller als reiner Stichtwortgeber fungiert) ergänzt werden. In letzterem findet sich auch der wunderbar hilfreiche Satz: "Nicht ich bin unsterblich – unsterblich ist das Leben, das ich hier und jetzt lebe!"

Markolf Niemz plädiert dafür, vermehrt auf Zusammenhänge zu achten, vor allem im Alltag, denn nur so lässt sich das grössere Ganze sehen und erleben. "Wer sich stets durchsetzt, wird nie eine glückliche Partnerschaft eingehen. Wer Gewalt ausübt, wird nie in Frieden leben. Wer andere Menschen ausgrenzt, wird nie das grosse Ganze verstehen. Der Kosmos und jedes in ihm lebende Wesen sind ein unteilbarer, sich kontinuierlich entfaltender Prozess."

Dass ein Perspektivenwechsel oft nützlich sein kann, leuchtet ein. Die Beispiele, die der Autor aufführt, überzeugen nicht zuletzt, weil er einfach und klar darzulegen versteht, was das praktisch bedeutet. Hier nur soviel: Die Dualität ist ein Gefängnis.

Von Newton und Kant, von Parmenides und Heraklit, von Leibniz, Darwin, Hawking, dem Dalai Lama und anderen ist die Rede. Und ganz besonders von Alfred North Whitehead, der unter anderem meinte: "Alles sei rational, das heisst, es existiere bloss in einer gefühlten Beziehung zu allem anderen. Demnach kann auch jedes Elektron fühlen: Indem es im Atom ein elektromagnetisches Feld 'fühlt', wird es auf seine Umlaufbahn gelenkt. Erst 'Fühlen' macht es zu einem Elektron."

Es sind solche hilfreichen Ausführungen, die mich für dieses auch ästhetisch ansprechende Buch einnehmen. Und natürlich spricht mich dieses Werk auch deshalb an, weil ich die für mich wesentlichste Aussage des Autors teile: "Ich bin glücklich, wenn ich 'ja' zu allem sage, was ist, und mit dieser Haltung meinen nächsten Schritt gehe."

"Leben Sie so, dass Ihre Rückschau möglichst angenehm sein wird", rät Markolf Niemz seinen Lesern. Ich will diese Aufforderung gerne beherzigen.

Fazit: Vielfältig anregend und von praktischer Relevanz.

Markolf H. Niemz
Die Welt mit anderen Augen sehen
Ein Physiker ermuntert zu mehr Spiritualität
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2020

Mittwoch, 15. Juli 2020

Ein Arzt als Patient

Der 1965 geborene Neurologe Klaus Scheidtmann wird durch seinen eigenen Hirntumor zum Patienten. In Seitenwechsel schreibt er mit grosser Offenheit von seinen Erfahrungen.

Als er nach einem Sturz vom Fahrrad anfängt 'komische Dinge' wie Impulsivkäufe zu machen und übertrieben Sport zu treiben sowie mit Sprachproblemen zu kämpfen hat, denkt er nicht an einen Hirntumor. Kann ein Neurologe sich denn nicht selber einschätzen? Natürlich nicht, denn ein Hirntumor hat unter anderem eine Wahrnehmungsverzerrung zur Folge und das meint: Der Bezug zu sich selber ist gestört, die Arbeit in der Klinik davon jedoch (verblüffenderweise) nicht beeinträchtigt.

Sein Tumor wird operativ entfernt, das Drumherum dieses Vorgangs schildert der Autor nüchtern und eindrücklich. Da ich mich selber einmal einer mehrstündigen Hirnoperation unterzogen habe (mein Facialis Nerv war beschädigt), riefen mir diese Sätze mein eigenes Aufwachen auf der Intensivstation nach der sechsstündigen Operation in Erinnerung, mit einem zuerst aufgeregten, dann, als ich mich deutlich artikulieren konnte, sichtlich erleichterten Oberarzt an meiner Seite. "So vieles konnte schiefgehen  bei einer Operation am Gehirn. Ich hätte als sabbernder Idiot aufwachen können."

Klaus Scheidtmann spricht auch die finanzielle Seite seiner Lage an, berichtet davon, wie Kollegen und ehemalige Patienten reagierten und beklagt, dass sich niemand um die Angehörigen kümmert. Halt findet er im Glauben. "Es war mir ein grosses Bedürfnis, Gott dafür zu danken, dass ich noch lebte und dass ich noch da sein durfte."

Was ihm auch hilft, ist die buddhistische Zen-Meditation. Es sind solche "Informationen am Rande", die mir meist von einer Lektüre bleiben (auch natürlich, weil Zen mich schon lange begleitet). Und  dass er die Nacht vor der zweiten Operation nicht mehr aufhören konnte in "Das Herzenhören" von Jan-Philipp Sendker zu lesen (ein Buch, das bei mir schon lange ungelesen im Regal steht ... und ich jetzt hervorgeholt habe).

In der Medizin geht es hierarchisch zu und her. Dass ihre Befunde und Entscheide kritisch befragt werden, sind Mediziner, im Gegensatz zu den Wissenschaftlern, nicht gewohnt. Und so verstecken sie sich zumeist hinter der Maske der Autorität, die nicht immer sachlich gegeben ist. Doch ist das ja nicht nur bei Ärzten so.

Der Untertitel "Ein Arzt als Patient" weist darauf hin, dass es auch um das Arzt-Patient-Verhältnis geht. Wie wird der Arzt, der zum Patienten geworden ist, von seinen Kollegen behandelt? Selten auf Augenhöhe, so die Erfahrung von Klaus Scheidtmann, der daraus lernt: "Behandle deine Patienten immer so, wie du von deinen Kollegen behandelt werden möchtest."

Was überdies ganz unbedingt für dieses Buch spricht ist das Nachwort der Ehefrau des Autors, die ihre Sicht der Dinge schildert, so dass man miterleben darf, dass es nie nur die eine Geschichte gibt. Hut ab für diesen Mut zur Aufrichtigkeit!

Fazit: Unprätentiöse und hilfreiche Aufklärung.

Klaus Scheidtmann
Seitenwechsel
Ein Arzt als Patient
Klöpfer.Narr, Tübingen 2020

Mittwoch, 1. Juli 2020

Be Angry!

Die Aufforderung, wütend zu sein, verbindet man eigentlich nicht mit dem Dalai Lama, den man eher mit Sanftmut in Verbindung bringt. Doch sein Be Angry! meint nicht, mit Schaum vor dem Mund auf alles einzuschlagen, das einem vermeintlich im Weg steht, sondern wie der Untertitel dieses Buches erläutert: "Die Kraft der Wut kreativ nutzen."

Wir Menschen sind meist im Entweder/Oder-Modus unterwegs und versuchen Widerstände zu beseitigen, bevor wir überhaupt erkannt haben, wie die Dinge sich verhalten. Und so hilfreich die Unterteilung in Gut/Schlecht und Schwarz/Weiss auch oft ist, wir sind gut beraten, zuerst einmal genau hinzuschauen.

Ebenso verhält es sich mit der Wut, die zuallererst nichts anderes ist als Energie. Wie diese genutzt wird, hängt von der Motivation ab, die bereits in uns angelegt ist. "Der in der Wut zum Ausdruck gebrachte Hass führt zu destruktivem Verhalten. Das in der Wut ausgedrückte Mitgefühl führt zu positiver Veränderung."

Be Angry! beruht auf einem Gespräch, das der japanische Autor, Dozent und Kulturanthropologe Noriyuki Ueda mit dem Dalai Lama führte. Dabei kam auch zur Sprache, dass unter den Buddhisten die Akzente ganz verschieden gesetzt werden. "Im Zen-Buddhismus zum Beispiel besteht das Ziel darin, die verbale Logik zu transzendieren." In der Praxis wird stattdessen oft einfach das eigene Handeln gerechtfertigt.

Dieses  Buch ist eine Auseinandersetzung mit Grundsätzlichem. "Im Buddhismus liegt der wahre Sinn des 'Mittleren Wegs' darin, sich dynamisch zwischen den Extremen zu bewegen und beide kennenzulernen." Also nicht in der Mitte zu sitzen, nichts zu tun und sich von nichts berühren zu lassen. Denn: Sich von Bindungen zu lösen, bedeutet nicht, gleichgültig zu werden. "Schlechte Bindungen sollten überwunden, gute Bindungen hingegen beibehalten werden, während wir unablässig danach streben, uns selbst zu verbessern."

Be Angry! plädiert für eine grundlegende Veränderung des Bildungssytems, das nicht lehrt, worauf es wirklich ankommt. "Hat einer noch so viele Lehren vernommen und sein Herz ist unruhig, dann hat er sie nicht praktiziert."

Dalai Lama
Be Angry!
Die Kraft der Wut kreativ nutzen
Allegria, Berlin 2020

Montag, 15. Juni 2020

Jesuit und Zen-Meister

Von Hugo M. Enomiya-Lassalle weiss ich eigentlich nur, dass er Jesuit ist und Zen Buddhismus praktiziert hatte, als ich dieses Buch zur Hand nehme, obwohl ich in meiner Jugend ein oder zwei Bücher von ihm gelesen habe. Doch wie das eben so ist (jedenfalls bei mir), es ist verblüffend wenig, was hängen bleibt. Auch wundere ich mich, dass ich mir nie Gedanken zu seinem Namen gemacht und ihn einfach so hingenommen habe. "Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er unter dem Namen Makibi Enomiya die japanische Staatsbürgerschaft an und behielt den Doppelnamen bei."

Im November 1916 wurde der in Westfalen geborene Hugo Lassalle, gerade mal 18 Jahre alt, einberufen und überlebte den Krieg nur mit viel Glück. "Die Soldaten verrohen sehr und kümmern sich nicht um Recht und Unrecht, soweit sie nicht gegen ihre Kriegsgesetze verstossen; denn andernfalls hätten sie schwere Strafe zu erwarten." Nach Kriegsende tritt er in den Jesuitenorden ein, beschäftigt sich mit Ignatius von Loyola, Johannes vom Kreuz und Teresa von Avila und geht nach der Priesterweihe nach Japan, "mit diesen zwei Ideen im Kopf: im Armenviertel zu wohnen und Zen konkret und praktisch kennenzulernen."

Mein Weg zum Zen gibt nicht nur Auskunft über Lassalles soziale Arbeit in einem Aussenbezirk Tokios ("Die Hauptsache bei all unserer dringend notwendigen Hilfeleistung ist und bleibt die Freundlichkeit der Geber. Liebe und Sympathie sind es vor allem, wonach die Menschen verlangen …") und seine Praxis des Zen, es macht auch deutlich, dass die beiden zusammengehören.

Besonders angesprochen haben mich die Ausführungen über das Essen in Zen-Klöstern, das sehr einfach, doch so gut zubereitet war, wie er es sonst kaum erlebt hat. "Die Philosophie, die dem zugrunde liegt, ist wohl die, dass in jedem Korn Reis gewissermassen das Weltall enthalten und es deswegen mit grösster Ehrfurcht zu behandeln ist." Und auch die Erläuterungen zur Meditation. "Man soll alle Gedanken, die das eigene Ich betreffen, ausschalten. Alle Sorgen, Pläne und besonders jeder Ehrgeiz oder jede Furcht müssen aufhören. Das eigene Ich muss sterben."

Es ist die Praxis, die zählt; es ist das eigene Leben, das persönliche Beispiel, das überzeugen muss, es geht beim Zen um Erfahrung und gelebte Praxis. "Wenn Sie an die Universität gehen und Religionswissenschaft studieren, bekommen Sie einen Titel, aber damit haben Sie noch keine Erfahrung."

Dieses mit historischen Fotos bebilderte Buch enthält neben einem Lebenslauf auch zahlreiche Zeugnisse von Weggefährten, ein Verzeichnis der lieferbaren Bücher von H.H. Enomiya-Lassalle sowie eine Auflistung der Meditationshäuser mit Zen und gegenständlicher Meditation.

Hugo M. Enomiya-Lassalle
Mein Weg zum Zen
Kösel, München 2018

Montag, 1. Juni 2020

Hope, my enemy

Hope is my enemy.

It always it tells me that where I am is not good enough, it constantly wants me to believe that there is something better than what I have, it again and again keeps reminding me that the way things are is not okay.

Hope does not accept that the moment is all we have, it is not in tune with the stream of life, it does not understand that the present is a present.

So far my enemy has proven to be stronger than me. Despite my best insights, I still prefer to be where I am not, and to feel what I don't. Sure, there are moments when this isn't true. Sadly, they are rare.

I do live for biological reasons and not because I have decided to live. And, hope supports my survival instinct. There is, as far as I'm concerned, however a difference between living and surviving. In order to live, one has to give up hope, one needs to surrender.

Hope dies last, it is said. I hope to surrender sooner.

Freitag, 15. Mai 2020

Über den Geist hinaus

Alan Watts (1915-1973) schrieb nicht nur bekannte Bücher, sondern hielt auch viele Radiovorträge. Aus diesen wählte sein Sohn Mark sechs aus, die nun unter dem Titel Über den Geist hinaus. Die östliche Weisheit der Befreiung in Buchform erschienen sind.

Die im Westen geläufigen Weltmodelle sind das keramische, gemäss dem "die Welt ein vom Schöpfer hergestelltes Artefakt ist – so wie ein Töpfer aus Lehm Töpfe formt oder ein Zimmermann aus Holz Tische und Stühle fertigt"und das vollautomatische Modell, wonach wir kosmische Zufallsprodukte sind. Beide Vorstellungen sind Mythen, sie sagen mehr über unsere Art zu denken aus als über die Welt wie sie ist.

Diesen Mythen nachzuhängen hat zur Folge, dass wir uns von unserer Umgebung getrennt fühlen. Nur eben: "Die ganze Welt bewegt sich durch dich hindurch – kosmische Strahlen, Sauerstoff, der Strom von Steaks und Milch und Eiern, die du verspeist – , alles fliesst geradewegs durch dich hindurch. Du bist ein Wirbel, und die Welt wirbelt dich herum."

Alan Watts geht davon aus, dass die Grundsituation unseres Lebens ideal ist. "Es gibt das zentrale Selbst – ob man es Gott nennet oder wie auch immer – , und wir alle sind es." Das sehen die meisten ganz anders, sie leiden unter Schuldgefühlen, dass sie überhaupt da sind und definieren sich als Opfer und Sünder. Eine bessere Variante wäre, Alan Watts' Rat zu beherzigen: "Ob Komödie oder Tragödie, du bist der Regisseur."

Über den Geist hinaus ist voller hilfreicher Denkanstösse. Zu meinen Favoriten gehört dieser hier: "Wenn du dich in Fantasien über eine Person ergehst, die du begehrst, dann drehe die Stickarbeit um und sieh dir die Rückseite an. Betrachte das ganze Chaos auf der Unterseite, aber lass dich nicht dabei erwischen. Tu es heimlich, denn auf der Vorderseite der Stickerei spielt du das Spiel, dass alles so ist, wie es sein soll. Das ist es, was dich menschlich macht, und es ist das, was dich komisch macht."

Das überaus Erfreuliche an Über den Geist hinaus gründet in Watts' Unerschrockenheit, seinem genauen Hinschauen und seinem Witz. "Unserer Erfahrung ist die Vorstellung eingepflanzt, dass die Existenz Schuld ist." Das Leben ist eine ernste Sache, wurde uns eingetrichtert, Spass kann dabei zwar vorkommen, doch dankbar zu sein, ist eindeutig wichtiger. Gott tanzt nicht, ausser bei den Hindus. 

Wir werden von früh auf konditioniert und zwar so, dass die Gesellschaft so weitermachen kann wie sie das gewohnt ist. "Zum Beispiel ist es im Krankenhaus tabu zu schreien, weil das Krankenhaus nicht für dich da ist, sondern für das Wohl der Belegschaft." In erster Linie werden wir daraufhin gedrillt, "das Leben im Sinne von Fortbestand und Nutzen zu betrachten." Nur eben: Dabei entgeht uns das Wesentliche, die Magie. "Und weil wir mit der Zeit aufhören, die Magie in der Welt zu sehen, taugen wir irgendwann nicht mehr für das Spiel der Natur, ihrer selbst gewahr zu sein, und sterben. Um nichts anderes geht es im Leben."

Über den Geist hinaus regt an, unsere Denktraditionen genau zu prüfen, neu und anders zu denken – wenn man denn mag. Ich mag, denn Watts' Ausführungen wirken zutiefst wahr und befreiend auf mich. "Was du gerade jetzt erfährst – vielleicht nennst du es das gewöhnliche Alltagsbewusstsein – , ist es. Und wenn du das erst erkennst, lachst du dich kaputt. Das ist die grosse Entdeckung."

Fazit: Ein überzeugendes Plädoyer, sich von seinen Selbsttäuschungen zu befreien!

Alan Watts
Über den Geist hinaus
Die östliche Weisheit der Befreiung
O.W. Barth, München 2020