Jenseits der Schulweisheiten
Reflections on destructive behaviour and attitude change
Mittwoch, 18. März 2026
On Gratitude
Sonntag, 15. März 2026
Finally, ready for the now
There is a Shakespeare sentence I'm very fond of: The readiness is all. On Friday, 13 of March 2026, in the Brazilian town of Porto Alegre, I became even more fond of this insight for I realised that you can be ready without being aware of it.
I've always been convinced that the right time to live is right now. That wasn't however what I practised, what I practised was almost always (with the exception of sex): Not now!
Friday, 13 of March 2026, was my last full day in Porto Alegre before returning to Switzerland. I went into a bookstore with the intention to buy a thriller in Portuguese that would help to improve my language skills. Instead, I ended up with a tome by Kathleen Norris (O caminho do Claustro) I had thought to have once read in English (it was however another one [Dakota: a spiritual geography] that also happened to take place in a Benedictine monastery.)
Back in my hotelroom, I started to read (with the help of Deepl). After a while it dawned on me that this was extraordinary (for me, that is) for it is incredibly rare that I'm reading a book right away, and it is even more rare to make an attempt to improve my Portuguese a day before departing Brasil, this time probably for good.
What I find most remarkable about all this seemingly banal occurence: I'm doing this, it seems to me, because I enjoy learning, I'm not doing it with any goal in mind. I've always thought that the process is all that matters. Finally, I can feel it.
No, this is not entirely new to me. I remember it from playing football in my youth, from singing in a rock band, from playing guitar, from skiing, from being in love. What is however new, or so it seems, is my awareness of being present. And, to enjoy it.
Mittwoch, 11. März 2026
Sabedorias Brasileiras
Cada um no seu quadrado
Venha o que viera
O que tiver que ser, será
Sonntag, 8. März 2026
Von der Wut
Mittwoch, 4. März 2026
Die Schnecke ist langsam, aber nie zu spät
Sonntag, 1. März 2026
The most important relationship
Zurich 27 Oktober 2007
The most important relationship we can all have is the one you have with yourself, the most important journey you can take is one of self-discovery. To know yourself, you must spend time with yourself, you must not be afraid to be alone. Knowing yourself is the beginning of all wisdom.
Aristotle
Mittwoch, 25. Februar 2026
Selbstbeweihräucherung
Ich weiss es vermutlich schon länger, doch jetzt im Alter scheint es mir offensichtlicher bzw. nehme ich es deutlicher wahr: Was mir das Fernsehen zeigt, ist zumeist Selbstbeweihräucherung. Und diese ist bekanntlich typisch für unsere Zeit, in der positiv gesehen wird, dass es jemand versteht, für sich selber zu trommeln. Der Inhalt ist dabei vollkommen egal, nur die Aufmerksamkeit zählt.
Das ist kein neues Phänomen. In einer Churchill-Biografie lese ich, dass Winstons Vater sich ebenso an der Aufmerksamkeit bzw. der Mehrheit orientierte, „Seine Meinung bildete er sich nach Taxierung der Frage, was ihm am meisten Publizität verschaffen würde.“
Ob das Mehrheitsprinzip, sei es in Form von 'likes' oder im sogenannt demokratischen Prozess, wirklich so eine gute Idee ist? Sieht man sich die Resultate an, bin ich mir nicht so sicher. Nun ja, mundus vult decipi, wussten schon die alten Römer: Die Welt will betrogen sein.
Worauf ich meine Aufmerksamkeit richten will, kann ich beeinflussen. Und so habe ich mich vom Fernsehen weitestgehend verabschiedet, da sein Hauptzweck darin zu bestehen scheint, den Aufmerksamkeitsbedürftigen eine Plattform zu geben und mich von dem abzulenken, was gerade ist.
Sicher, es gibt Ausnahmen. Als ich letzthin bei 'Hardtalk', einer Sendung der BBC, hängen geblieben bin, wurde da ein mir nicht bekannter Schauspieler interviewt, der auf die Frage nach seinen Werten antwortete, für ihn seien nicht die Meinungen der Leute entscheidend, sondern wer sie äussere. So komme es vor, dass er mit Gesinnungsgenossen überhaupt nicht klarkomme, doch Menschen, die für Werte einstünden, die er überhaupt nicht teile, manchmal sympathisch finde.
Was schliesse ich daraus? Dass wir unseren Überzeugungen nicht zu viel Bedeutung beimessen und uns stattdessen aufs Beobachten und Betrachten verlegen sollten. Konkret: Unsere Aufmerksamkeit auf das Beobachten und Betrachten unserer Gedanken und Gefühle zu richten, bewirkt (jedenfalls bei mir; nein, nicht immer), dass ich das alles (das Leben, unsere Existenz und unsere Sinngebungsversuche) eigenartig, komisch, faszinierend, angstauslösend und vor allem unerklärlich finde.
Kein Wunder ziehen wir die Selbstbeweihräucherung vor. Allerdings nicht immer ...







