Mittwoch, 17. April 2013

Incapable of Being Honest

Rarely have we seen a person fail who has thoroughly followed our path. Those who do not recover are people who cannot or will not completely give themselves to this simple program, usually men and women who are constitutionally incapable of being honest with themselves. There are such unfortunates. They are not at fault; they seem to have been born that way. They are naturally incapable of grasping and developing a manner of living which demands rigorous honesty. Their chances are less than average. There are those, too, who suffer from grave emotional and mental disorders but many of them do recover if they have the capacity to be honest.

From Chapter 5, pages 58-60
of the Big Book of Alcoholics Anonymous

Mittwoch, 10. April 2013

Awaken to here and now

Our journey must be to awaken here and now, to awaken to here and now. To be fully alive, we must be fully present.
The question is: how do we do it?
In order to experience the answer to this question for yourself, you must come to three realizations. First, you must truly realize that life is fleeting. Next, you must understand that you are already complete, worthy, whole. Finally, you must see that you are your own refuge, your own sanctuary, your own salvation.

Steve Hagen
Buddhism. Plain & Simple

Mittwoch, 3. April 2013

Eintausend Namen für Freude

Es gibt Bücher, die kann man nur ganz langsam lesen, die muss man nach ein, zwei kurzen Kapiteln zur Seite legen, damit das gerade Gelesene seine Wirkung entfalten kann. Eintausend Namen für Freude gehört zu diesen Büchern. Byron Katie zeigt darin auf, wie die 81 Sinnsprüche des Tao Te King praktisch gelebt werden können.

Lao Tses Prinzip des "Wu Wei" meint Nicht-Tun beziehungsweise Geschehen-Lassen und nichts anderes meint auch Byron Katie, wenn sie von "lieben was ist" spricht. In der heutigen Zeit, in der das Loslassen für sensible Gemüter schon fast ein Imperativ ist, redet sie der uneingeschränkten, totalen Akzeptanz das Wort. "Ich lasse meine Gedanken nicht los", sagt sie. "Ich begegne ihnen mit Verständnis. Dann lassen sie mich los."

In diesem wunderbar nützlichen Buch geht es um die Gegenwart, um das Leben im Hier und Jetzt, um das Da-Sein. "Too much think, headache", habe ich einmal eine Thailänderin sagen hören, doch die Gedanken sind nicht das Problem, sondern dass wir sie ernst nehmen, wir ihnen Bedeutungen geben, die sie schlicht nicht haben. "Ich habe meine Gedanken überprüft und festgestellt, dass sie keinerlei Bedeutung haben. Mein Inneres erstrahlt in der Freude der Erkenntnis."

Eintausend Namen für Freude ist ein wirklich hilfreiches Buch, weil es uns nicht einfach sagt, dass die Gegenwart lebenswert ist, dass alles so wie es ist auch sein muss, sondern das am praktischen Beispiel aufzeigt: "Ich wache morgens auf und sehe nicht viel. Am Abend zuvor hatte ich sehen können, aber nun ist alles verschwommen als sähe ich durch eine russgeschwärzte Scheibe (Vor Kurzem war bei mir eine degenerative Erkrankung der Hornhaut namens Fuchs-Dystrophie festgestellt worden. Sie ist unheilbar und im letzten Jahr sehr stark fortgeschritten.) Ich wohne in einem neuen Hotelzimmer und muss Zähne putzen, duschen und packen. Wo ist der Koffer? Und da fällt es mir wieder ein. Meine Hände wissen es. Die Welt ist grau, aber ich kann Unterschiede in den Grautönen wahrnehmen, und dank dieser Unterschiede sowie der Dinge, die ich fühle, sehe ich, was ich sehen muss, um meine Kleider zu finden. Ich taste mich ins Badezimmer, finde Zahnpasta und Zahnbürste und drücke auf die Tube. Oh! Ich habe einen riesigen Klecks Zahnpasta auf die Borsten gequetscht und muss schmunzeln: Offenbar brauchen meine Zähne heute Morgen besonders viel Pflege."

Es hat mich echt umgehauen, als ich das gelesen habe: Da sieht diese Frau praktisch nichts, Aussicht auf Besserung gibt es keine, doch sie hadert in keinster Weise mit ihrem Schicksal, lamentiert nicht, ist weder traurig noch wütend, sondern orientiert sich an dem, was ist und handelt ihren Möglichkeiten entsprechend. Das beeindruckt mich zutiefst.

"Alles kommt und geht." Und: "Ich nehme die Dinge wie sie kommen und gehen. Das ist wahre Liebe", schreibt Byron Katie. Wenn man sich auf diese Sätze wirklich einlässt und das tut man, indem man weder denkt noch nicht-denkt, sondern sich einfach widerstandslos dem überlässt, was geschieht, wird man sich frei fühlen. Es ist das grosse Verdienst von Eintausend Namen für Freude  eindrücklich vorzuführen, wie man frei sein kann.

Byron Katie, geboren 1942, wuchs in Südkalifornien auf, litt lange unter schweren psychischen Problemen und hatte dann ein Erweckungserlebnis. Ihr System der Selbsterkenntnis nennt sie "The Work". Als ihr nachmaliger Mann, Stephen Mitchell, mit "The Work" in Berührung kam, wusste er, "dass es sich hier um etwas wirklich Bedeutendes handelt."

Byron Katie
Stephen Mitchell
Eintausend Namen für Freude
Leben in Harmonie mit dem Tao
Goldmann Taschenbuch, München 2012

Mittwoch, 27. März 2013

Wach auf und lebe!

Bereits auf den ersten Seiten dieses Buches stosse ich auf Sätze, die ich mir sofort anstreiche:

"Der Ausdruck der nüchternen Trunkenheit oder nüchternen Besoffenheit weist darauf hin, dass dem Leben ein Entweder-Oder nicht angemessen ist und nicht gut bekommt."

"Ekstatisch leben heisst, der Spur der Freude folgen und sie verstärken mithilfe deiner Kraft, deiner Neugier, deinem Können, deiner Begeisterung. Ekstatisch leben ist mehr als blosses Geniessen und Konsumieren. Ekstatisch leben heisst: ganz bei dem sein, was ich tue und meinen Einsatz auch dann noch verstärken, wenn ich fast nicht mehr kann ..." (Hildegunde Wöller, 2001).

"Die wirkliche Freude ist ohne Warum, 'sunder warumbe', wie mein bester Freund aus dem Mittelalter, der Meister Eckhart, sagt" (Dorothee Sölle).

Bad Herrenalb Mitbegründer Walther H. Lechler berichtet von seiner Begegnung mit dem 12-Schritte Programm der Anonymen Alkoholiker, das ihn an Exerzitien in Klöstern erinnert. "Ich befand mich in einer klassenlosen Gesellschaft von der Art, wie es sich Politiker und Kirchenmänner vom Schlag eines Hans Küng nicht einmal im Traum vorstellen können."

Für Lechler sind in der Bibel "die Erfahrungen von Menschen niedergelegt. Es sind in vielen Bildern und Geschichten all die Eingebungen und Inspirationen aus dem Unbewussten aufgehoben, mit denen wir in unserem Leben die Wege finden können, nach denen wir uns alle zutiefst sehnen. Diese Sehnsucht in uns, im Leben anzukommen, ja endlich einmal heimgekommen zu sein, ist die treibende Kraft in uns, die uns nicht ruhen lässt, bis wir etwas von diesem Gesuchten finden. Die heiligen Texte der Bibel und die heiligen Texte aus jedem anderen Kulturkreis halten diese Sehnsucht und dieses Suchen wach und sind Wegweiser, damit wir uns aufmachen, unsere Fährte oder Spur zu finden, um uns immer mehr angstfrei, geborgen und geliebt fühlen zu können und den Sinn zu finden, warum wir überhaupt auf diesem Planeten sind."

Jede Krise, so Lechler, "wenn wir ganz in sie hineingehen und auf ihren Boden, ihren Grund stossen" sei "zutiefst eine religiöse Krise", doch die wenigsten würden dies wahrhaben wollen. Es ist das Verdienst dieses Buches, dass es genau dies klar macht.

Das grosse Hindernis, um zu uns selbst zu kommen, sei unser Intellekt, unser Ego, meint Lechler. Wir seien gefangen in der Vielfalt, müssten ent-wickeln, womit wir eingewickelt wurden. "In den biblischen Geschichten geht es um dieses grosse Abenteuer, das eigene wahre Selbst wieder zu finden, das uns schon immer eigen war."

Walther H. Lechler / Alfred Meier
Wach auf und lebe!
Die therapeutische Kraft biblischer Geschichten
Kösel Verlag, München 2005

Mittwoch, 20. März 2013

Helfen kann gefährlich sein

Als die Therapeutin Grace beim Langlaufen bei Montréal auf einen Mann stösst („Auf den ersten Blick verwechselte sie ihn mit irgendetwas. Im winterlichen Dämmerlicht hätte es auch ein Ast oder ein Holzscheit, ja, selbst ein Reifen sein können.“), der gerade versucht hat, sich aufzuhängen, gibt sie ihrem Helferimpuls nach. Genauso wie Anne, Grace' frühere Patientin, die sich in New York als Schauspielerin versucht: sie nimmt zuerst die junge Hilary und dann auch noch deren Freund Alan bei sich auf. Und genauso wie Mitch, Grace' Exmann und ebenfalls Therapeut, der seine Frau Martine, die er liebt, verlässt, um einer Inuit-Gemeinde bei ihren Problemen zu helfen.

Der Mann, den Grace aus dem Schnee gerettet hat, heisst Tug; die beiden kommen in der Folge zusammen, obwohl Tug findet, Grace leide unter einem Helferkomplex und er nicht ihr Patient sein will. Er selber ist jedoch auch ein Helfertyp und war in Ruanda als Entwicklungshelfer im Einsatz als dort das grosse Morden begann: „Entwicklungshelfer hingegen waren unverbesserliche Romantiker, auch wenn sie es niemals zugegeben hätten, hin und her gerissen zwischen Idealismus und Pragmatismus.“

Alix Ohlin ist eine genaue und einsichtsvolle Beobachterin, so lässt sie etwa Grace sagen: „Mittlerweile fünfunddreissig, dachte sie, dass sie vielleicht einfach nicht für die Ehe geschaffen war – eine Aussage, die sie von der Hand gewiesen oder zumindest mit einer hochgezogenen Augenbraue bedacht hätte, wäre sie von einem ihrer Patienten gekommen. Das Privileg des Therapeuten bestand manchmal eben darin wieder die alten Scheuklappen anlegen zu können.“ Und offenbart immer wieder hellsichtige psychologische Einsichten, so etwa wenn sie das Zusammenleben von Mitch und seinem Wohngenossen im Inuit-Land wie folgt charakterisiert: „Johnny war ein Selbstdarsteller, ein echter Geschichtenerzähler, und der Umstand, dass er sich für andere nicht interessierte, war Mitch nur recht, da er keine Lust hatte, etwas von seinem Leben in Montréal zu erzählen.“

Nachdem Mitch bei den Inuit therapeutisch scheiterte, kehrt er wieder nach Montréal zurück, doch Martine will nichts mehr von ihm wissen. Stattdessen trifft er seine Ex-Frau Grace wieder, die nach einem Autounfall froh um seine Hilfe und Unterstützung ist. Die beiden tauschen sich auch über ihre Erfahrungen als Therapeuten aus: „Aber manchmal tun wir auch zu viel des Guten“, fuhr er fort. „Wir haben fast schon zu viel Macht über andere, findest du nicht?“ Sie schüttelt den Kopf: „Die Leute machen sowieso, was sie wollen, egal, was wir ihnen raten.“

Hinzuzufügen wäre da höchstens, dass Therapeuten da ganz ähnlich sind, sie tun auch nicht, was sie ihren Patienten raten. In den Worten von Grace „Wäre sie ihre eigene Patientin gewesen, hätte sie sich geraten, dem Ganzen so schnell wie möglich ein Ende zu machen. Stattdessen zog sie die Beine unter sich und betrachtete ihn. Sie wollte nicht, dass er ging.“

Anne wiederum erfährt, dass alles ganz anders ist, als Hilary sie hat glauben lassen. Sie beschliesst, fortan ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen und organisiert sich ein Engagement als Schauspielerin im schottischen Edinburgh. Und hat dann Erfolg in L.A., wo sie unter anderem auf all die kalifornischen Pflanzen aufmerksam wurde wie „Eukalyptus, Yucca, Bougainvillea, lauter Worte, die Anne wie eine neue Sprache vorkamen.“

„In einer anderen Haut“ zeigt sehr schön auf, wie schwierig und gefährlich Helfen sein kann. Dass Helfer in einen Sog hineingeraten können, wo sie selber zu Opfern werden. Und doch hat die Geschichte ein Happy End.

Ein ganz tolles, bewegendes Buch.

Alix Ohlin
In einer anderen Haut
C.H. Beck Verlag, München 2013

Mittwoch, 13. März 2013

Las doce promesas

1. Vamos a conocer una libertad y una felicidad nuevas.
2. No nos lamentaremos del pasado ni desearemos cerrar la puerta que nos conduce a él.
3. Comprenderemos el significado de la palabra serenidad y conoceremos la paz.
4. independientemente de lo bajo que hayamos llegado, veremos cómo nuestra experiencia puede beneficiar a otros.
5. Desaperecerá el sentimiento de inutilidad y lástima por nosotros mismos.
6. Perderemos el intereés en las cosas egoistas y nos interesaremos por nuestros semejantes.
7. Se desvanecerá la ambición personal.
8. Nuestra actitud y nuestra visión de la vida cambiarán.
9. Perderemos el miedo a la gente.
10. Perderemos el miedo a la inseguridad económica,
11. Intuitivamente sabremos cómo comportarnos en situaciones en las que antes nos sentiamos desorientados,
12. Repentinamente, nos daremos cuenta que Dios está haciendo por nosotros lo que no éramos capaces de hacer por nosotros mismos.

¿Acaso prometemos algo extravagante? Sinceramente, creemos que no. Estas promesas están cumpliéndose entre nosotros – a veces rápida, a veces lentamente, pero siempre se convertirán en realidad si llevamos a cabo las acciones correspondientes.

Copyright @ A.A. World Services, Inc.

Mittwoch, 6. März 2013

Warrior

A warrior takes everything in life to be a challenge, responding fully to what happens without complaint and regret.

What usually matters most to people is affirmation or certainty in the eyes of others; what matters most to a warrior is impeccabiblity in one's own eyes. Impeccability means living with precision and a totality of attention.

It's inspiring to become a warrior. There's no one else who can do it for us. We each have to do it for ourselves.

Be aware, moment to moment, paying attention to what's happening in a total way. There's nothing mystical about it, it's so simple and direct and straightforward, but it takes doing.

Joseph Goldstein
The Experience of Insight