Mittwoch, 12. April 2023

Psychologie To Go!

"Wie verrückt sind wir eigentlich?", fragt Franca Cerutti in ihrer Einleitung und nimmt dann auf das englische Wort disorder Bezug, das darauf hinweist, dass etwas von der order, der Ordnung also, abweicht. Nun ja, wer oder was tut das gelegentlich nicht? Doch wer so denkt, war noch nie bei einem Psychiater oder einer Psychologin. "Mehr als jeder vierte Erwachsene erfüllt die Kriterien einer psychischen Erkrankung." 

Nun gut, dass die Psychodiagnostik, wie alles in unserer Wettbewerbsgesellschaft, auch ein Geschäftsmodell ist, versteht sich. Bei Franca Cerutti liest sich das so: "Psychodiagnostik gehört immer in die Hände von Fachleuten, also Vorsicht vor Eigendiagnosen. Dieses Buch liefert dir wertvolle Hinweise, aber es ersetzt kein psychotherapeutisches oder fachärztliches Gespräch." So weit also das Übliche: Trommeln für den eigenen Berufsstand.

Psychologie to go! setzt sich hauptsächlich mit der Angst, der Depression und der Sucht auseinander. Ich beschränke mich hier auf ein paar Gedanken zur Angst und zur Sucht, zwei Themen, mit denen ich vertraut bin. 

Franca Cerutti beschreibt in einfachen Worten und gut nachvollziehbar einen 'normalen' Angstschaltkreis: Wir reagieren automatisch, das Bewusstsein stellt sich erst im Nachhinein ein. Sind wir also unseren Gefühlen ausgeliefert? Ja, sind wird, doch so ganz hilflos sind wir nicht, wir können Gegensteuer geben. So kann etwa Wissen hilfreich sein: "Angst kann sich nicht ins Unermessliche steigern. Selbst für eine ausgewachsene Panikattacke gilt: Schlimmer als in den ersten Minuten wird es nicht! Wenn die Botenstoff-Bläschen ihr Adrenalin und Kortisol einmal ins Blut entleert haben, sind sie erst mal leer."

Angst, so Franca Cerutti, findet auf drei Ebenen statt: "Sie erfasst dein Denken, beeinflusst dein Verhalten, und sie verändert dein Gefühl. Alle drei Systeme stehen in Wechselwirkung zueinander (...) Auf allen drei Ebenen kannst du ansetzen, um deine Ängste zu besänftigen." Auch hier gilt: Wissen kann helfen. Das Wissen, das Psychologie to go! vermittelt, zielt darauf ab, Missverständnisse auszuräumen. Eines davon ist, Angst müsse immer einen konkreten Grund haben. "Angst hat oft keinen konkreten Grund im Aussen – manchmal enthält sie aber eine Botschaft aus deinem Inneren." Und manchmal auch nicht, manchmal wissen es wir ganz einfach nicht.

Erfreulicherweise gehört Franca Cerutti nicht zu denen, die behaupten, Sucht habe etwas mit suchen zu tun, sondern weist darauf hin, dass das Wort 'Sucht' vom altdeutschen Wort 'siech' herstammt und nichts anderes als Krankheit bedeutet (Krankenhäuser hiessen einstmals Siechenhäuser). "Sucht bedeutet, permanent etwas zu tun, das man eigentlich nicht tun möchte."

Besonders nützlich zu wissen (und sich bewusst zu sein) ist, dass starke Trinker (oder Trinkerinnen) "mit jedem Schluck impulsgesteuerter und unreflektierter" werden sowie: "Leider richtet sich unser Verhalten ausgesprochen stark an kurzfristigen Effekten aus." Was also ist zu tun? Sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren, nur anders als gewohnt. "Jetzt nicht und Heute nicht sind  das Einzige, was du beherzigen musst."

Psychologie to go! ist ein gut geschriebenes und nützliches Buch, mit vielen Anregungen, die, wenn sie umgesetzt werden, zweifellos positive Auswirkungen haben werden. Nur eben: Der Verstand kommt, entgegen dem, was einige sogenannte Fachleute glauben, selten gegen unsere Gefühle an; diejenigen, die ihre Alkoholsucht zum Stillstand bringen, sind eine kleine Minderheit. Versuchen lohnt sich gleichwohl. Immer wieder, bis es klappt.

Psychologie to go! ist ein Werk von praktischer Relevanz, das auch darauf aufmerksam macht, dass zwischen Sucht, Depression und Angst ganz vielfältige Beziehungen bestehen, sowie den überaus sinnvollen Rat gibt, die Sucht zuerst anzugehen, denn nur nüchtern sieht man die Welt und seine Gefühle einigermassen klar.

Franca Cerutti
Psychologie to go!
Wie verrückt sind wir eigentlich?
Ehrliches und Überraschendes über unsere Psyche
Knaur Balance, München 2023

Mittwoch, 5. April 2023

Die mit den Wölfen heulen

"In der Kindheit stellen wir die grundsätzlichen Fragen, mit denen wir durchs Leben gehen. Und mit zunehmendem Alter erkennen wir, dass zwei oder drei Worte genügen, um ein Leben zu prägen." Das sind die ersten Sätze, die ich mir in diesem Werk angestrichen habe; viele weitere sind im Lauf meiner Lektüre von Die mit den Wölfen heulen dazugekommen.

Neuropsychiater Boris Cyrulnik, 1937 in Bordeaux geboren, weiss, dass wir Selbstvertrauen entwickeln müssen, um im Leben bestehen zu können. Und natürlich weiss er auch, wie mittlerweile jeder und jede, dass die ersten Lebensjahre für unsere Entwicklung, ja für unser Leben, bedeutsam sein werden. Im Gegensatz zu vielen, weiss er dies jedoch eindrücklich zu beschreiben. "Im Alter von sechs Jahren, wenn der zerebrale Reifungsprozess so weit gediehen ist, dass sich die präfrontalen Neuronen (Basis der Antizipation) mit den limbischen Neuronen (Basis des Gedächtnisses) verbinden, erwirbt das Kind eine Vorstellung von der Zeit. Fortan kann es eine Geschichte verstehen und nicht nur eine Aufforderung."

Eindrücklich beschreibt er wie der einfache Satz "Der Krieg ist vorbei", die  deutschen Soldaten im südlichen Frankreich, "die schrecklichen Übermenschen in angenehme Zeitgenossen" verwandelte. Doch wie konnten die Deutschen des Zweiten Weltkriegs überhaupt zu Barbaren werden? "Wir sind alle davon geprägt, was uns das Umfeld erzählt", so Boris Cyrulnik, der zwischen zwei  hauptsächlichen Weltwahrnehmungen unterscheidet: "Die Emphase, die zur Utopie führt, steht im Gegensatz zum Vergnügen des Ackermanns, der den Reichtum des Banalen entdeckt."

Wir erschaffen uns unsere Realität mittels unseres Wahrnehmungs- und Empfindungsapparats. Schon früh suchen wir nach Sicherheit, und das meint nach Erklärungen. und das meint wiederum nach denen, die schuld an unserem Unglück sind. "Die Benennung eines Aggressors ruft ein seltsames Wohlbefinden hervor, fördert eine gute Meinung von sich selbst, schafft eine Klarheit, die keiner Bestätigung bedarf." Im Gegensatz zur Welt der Ackermänner, die ihr Wissen mühsam der Realität, abgerungen haben, geben sich diese vom Autor als Windfresser bezeichneten Zeitgenossen, mit dem zufrieden, wohin der Wind weht.

"Der  Iran der Ajatollahs, das Russland Putins und die Türkei Erdogans erzählen ein und dieselbe Geschichte: Es war einmal ein Führer, dessen unfehlbare Intelligenz ein von reichen Bösewichten geknechtetes Volk vor dem Chaos gerettet hat. Der Führer sagt, er sei zum Befreier berufen. Er sprach die Sprache des Volkes, verhiess eine strahlende Zukunft ..." und so weiter. Wir kennen das: Plötzlich ist alles ganz klar., kennen wir die Lösung und auch den Weg dorthin. Je mehr daran glauben, desto wahrscheinlicher ist, dass ein Diktator sich durchsetzen kann. Doch wie kommt es, das so viele auf so etwas reinfallen?

Die Macht des Konformismus, meint Boris Cyrulnik. "Wenn man mit den Wölfen heult, fühlt man sich irgendwann selbst als Wolf. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist so beruhigend und euphorisierend, dass man sich berauschen lässt." Nur eben: Nicht alle machen dabei mit. George Orwell, zum Beispiel, machte nicht mir. Weil ihn seine Lebensumstände mit  einem besonderen Wahrnehmungsapparat ausgestattet hatten. Konkret: Er lebte in den 1930er Jahren auf der Strasse und schrieb eine wöchentliche Kolumne, in der er das Aufkommen extremer Theorien mit Belanglosigkeiten aus dem Alltag verknüpfte. Dabei irrte er sich, gemäss seinen eigenen Worten, zwar oft, aber eben doch weniger oft als die Militärexperten.

Neben Orwell wird auch auf Viktor Frankl, Hannah Arendt, Martin Heidegger, Stanley Milgram und und und ... hingewiesen. Besonders eindrücklich zeigen des Autors eigene Erfahrungen, dass was der Mensch einmal gelernt hat zu glauben, nur schwer wieder korrigiert werden kann. Dabei plädiert er für die Freude an der Selbstbehauptung, auch wenn man dabei Gefahr läuft, seine Freunde zu verlieren.

Auch warnt er vor einfachen und klaren Weltbildern, die uns zwar Orientierung geben und Sinn vermitteln können, jedoch mehr mit Wunschvorstellungen, denn mit der Wirklichkeit zu tun haben, die er im Denken des Ackermanns begründet sieht, "der über das spricht, was er weiss."

"Selbstständiges Denken bedeutet Vereinzelung: Der Preis der Freiheit ist ein Unbehagen." Kein Wunder, scheuen wir uns vor der Freiheit, denn sie bedeutet die Übernahme von Verantwortung. Sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen, dazu regt dieses Buch an.

Boris Cyrulnik
Die mit den Wölfen heulen
Warum Menschen der totalitären Versuchung
so schwer widerstehen können
Droemer, München 2023

Mittwoch, 29. März 2023

Wenn die Welt aus den Fugen gerät

"Vom Umgang mit der Angst in unsicheren Zeiten" heisst der Untertitel dieses Buches, was die Frage nahelegt, ob es denn so etwas wie sichere Zeiten überhaupt gibt? Natürlich nicht. Der Autor, ein auf die Psyche spezialisierter Mediziner, bezieht sich in Wenn die Welt aus den Fugen gerät auf das durch die Corona-Pandemie verschärfte Gefühl der Unsicherheit: Nicht nur Lieferketten funktionierten nicht mehr, auch Familien und Freundschaften zerbrachen an Impffragen ... und und und. "All das hat dauerhafte Gräben aufgerissen, die nur mühsam oder schlimmstenfalls gar nicht mehr zuzuschütten sind." Im Gegensatz zum Autor finde ich diese Gräben nicht schlimm, sondern klärend und oft hilfreich, denn Beziehungen, die an oder wegen Corona zerbrachen, wären mit grösster Wahrscheinlichkeit an etwas anderem zerbrochen ... und möglicherweise wäre das auch ganz gut gewesen.

Ob die Unsicherheiten in den letzten Jahren zugenommen haben, weiss ich nicht, doch ganz gewiss ist unsere diesbezügliche Wahrnehmung grösser geworden. "Denn in einer nie da gewesenen Weise sind wir, wenn wir wollen, überall mit dabei. Nachrichten und Bilder von Katastrophen erreichen uns in Echtzeit, ganz gleich wo sie sich ereignen." Kurz und gut: Wir sind überfordert, haben Angst, mehr denn je.

Christian Firus macht in Wenn die Welt aus den Fugen gerät unter anderem deutlich, was das eigentlich ist, die Angst. "Angst macht eng", bringt er es sehr schön auf den Punkt, denn dieses Engegefühl, sich wie "zugeschnürt" zu fühlen, macht die Angst wesentlich aus. Dass es sinnvoller ist, sich der Angst zu stellen, anstatt ihr auszuweichen, versteht sich so recht eigentlich von selbst – vorausgesetzt, wir hören auf unseren Verstand und lassen uns nicht von unserem schnellen limbischen System, dem Sitz der Gefühle, überrumpeln.

Auch wenn ich dem psychotherapeutischen Ansatz, der in diesem Buch vertreten wird, skeptisch gegenüberstehe – so halte ich das Thematisieren von Allem und Jedem für eine typisch westliche 'Krankheit' (in Asien oder Afrika unbekannt) und "das Problematisieren" in erster Linie für ein Geschäftsmodell; finde die Vorstellung, Gefühle könnten verarbeitet und bewältigt werden, absurd (man kann höchstens versuchen, mit ihnen zu leben bzw. ihnen nicht zu grosse Bedeutung zu geben) – , habe ich die Lektüre als überaus hilfreich erlebt.

Das liegt an Sätzen wie "Obwohl es mit zunehmendem Alter immer mehr Gründe zum Klagen gäbe, trifft dies im statistischen Mittel genau nicht zu!" und "Wer auf die Habenseite schaut, setzt der Angst immer schon etwas entgegen", es liegt aber auch an der fundamentalen Einsicht, "dass unser Gehirn naturgemäss einem Konstruktionsfehler unterliegt, nämlich dem, zuallererst und rasend schnell das Negative und Problematische zu sehen." Das war, wie der Autor ausführt, zwar in der Evolutionsgeschichte wichtig, doch ist das moderne Leben eben nicht mehr den Gefahren von einst ausgesetzt.

Es gibt darüber hinaus noch einen anderen Konstruktionsfehler des Gehirns. Buddhisten haben darauf aufmerksam gemacht: Alles im Leben ist in ständiger Veränderung begriffen. Etwas Festes und Sicheres kann es demnach gar nicht geben. Trotzdem streben wir danach und schaffen uns dadurch die Art von Problemen, die wir dann wieder zu lösen versuchen. Was dabei helfen kann, zeigen die Ausführungen  "Freundschaft mit sich selbst schliessen" sowie "Teil von etwas Grösserem sein".

 Wenn die Welt aus den Fugen gerät zeichnet sich wesentlich dadurch aus, dass es reich an praktischen Vorschlägen und Anregungen ist. Das geht von 'Bewahren Sie Ruhe!' zu 'Achten Sie auf Ihre Körperhaltung!' (nichts, das schneller beeinflussbar ist) zu "Wenn wir voller Unruhe und Angst sind, sollten wir etwas Warmes trinken." Vor allem und ganz grundsätzlich hilfreich ist jedoch, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen, Dankbarkeit wie auch Freundlichkeit zu praktizieren sowie "Schönes zu entdecken, zu pflegen und zu kultivieren".

So sehr ich dieses Werk auch schätze, das Menschenbild, das ihm zugrunde liegt, teile ich nicht – es ist mir zu lieb, zu nett, zu wohlmeinend. Psychopathen, Idioten und Dummköpfe kommen darin nicht vor. Nichtsdestotrotz: Die Lektüre ist ausgesprochen lohnenswert, denn Christian Firus weiss in einfacher Sprache komplexe Vorgänge und Zusammenhänge zu vermitteln sowie uns klarzumachen, dass wir entscheiden können, in welche Richtung wir gehen – und das ist eine seltene Gabe.

Christian Firus
Wenn die Welt aus den Fugen gerät
Vom Umgang mit Angst in unsicheren  Zeiten
Patmos Verlag, Ostfildern 2023

Mittwoch, 22. März 2023

Über Gewissheiten

Die Wissenschaftler heutzutage, die wissen nicht nur, dass es einen Urknall gegeben haben muss, sondern sie wissen auch, wann er war und was zum Beispiel vier Tausendstel Sekunden nach dem Urknall passierte. Ich hab die spätabends im Fernsehen gesehen, und ich sage Ihnen, die konnten einen schon schwindlig reden. Dass alles, die ganze Welt, Sterne, Universum, alles, was Sie hier sehen, was Sie in den Händen gehalten haben und noch halten werden, Berge, Meere – dass alles vor Milliarden von Jahren nur in einem winzigen Punkt enthalten war, der zig Millionen Grad heiss war, Billionen von Tonnen wog und mit Lichtgeschwindigkeit auseinanderflog, wobei er sich beim Auseinanderfliegen auch noch sortierte ... Können Sie sich das vorstellen? Ich hab jedes Mal damit zu tun, mir das vorzustellen, aber diese Professoren, die reden da ganz locker drüber.

Thomas Brussig: Leben bis Männer

Mittwoch, 15. März 2023

Sortir de là ou on est

 

Ce n’est pas qu’il faut arriver à quelque chose, c’est qu’il faut sortir de là ou on est.

Marguerite Duras: L’Amant

Mittwoch, 8. März 2023

Thank you

This pic was not arranged but found and framed

I understand, I said to my friend Dale, that to be grateful is a good thing yet, frankly, I do not feel grateful at all. If you're not grateful then you deprive yourself of a lot of positive feelings, Dale retorted. I have no problem understanding that but I still do not feel grateful, I said. 

And then, I started thinking about it. And tried to identify something, some person, some event, I could be grateful for. It wasn't difficult at all: I was grateful for my parents, I was grateful for having fallen in love, 35 years ago, with a beautiful and desperate woman, I was grateful for experiencing this strange thing called life.  

"Get down on your knees in the morning when you get out of bed and say, 'Please.' Before you get into bed at night, get down on your knees again and say, 'Thank you.'", read a text by an anonymous recovering alcoholic.

Life seems like a dream, I said to my friend Takako on a warm Sunday evening in Santa Cruz do Sul, whereupon she quoted a Haiku that she had learned in school that said: Thank you for this delightful dream.

Mittwoch, 1. März 2023

Bozos on the Bus

I believe that we are all bozos on the bus, contrary to the self-assured image we work so hard to present to each other on a daily basis. We are all half-baked experiments-mistake-prone beings, born without an instruction book into a complex world. None of us are models of perfect behavior: We have all betrayed and been betrayed; we've been known to be egotistical, unreliable,lethargic, and stingy; and each one of us has, at times, awakened in the middle of the night worrying about everything from money to kids to terrorism to wrinkled skin and receding hairlines. In other words, we're all bozos on the bus.

This is cause for celebration. If we're all bozos then we can put down the burden of pretense and get on with being bozos. We can approach the problems that visit bozo-type beings without the usual embarrassment and resistance. It is so much more effective to work on our rough edges with a light and forgiving heart. Imagine how freeing it would be to take a more compassionate and comedic view of the human condition - not as a way to deny our defects-but as a way of welcoming them as part of the standard human operating system. Every single person on this bus called Earth hurts; it's when we have shame about our failings that hurt turns into suffering. In our shame, we feel an outcast, as if there is another bus somewhere, rolling along on a smooth road. Its passengers are all thin, healthy, happy, well-dressed and well-liked people who belong to harmonious families, hold jobs that never bore or aggravate them, and never do mean things, or goofy things like forget where they parked their car, lose their wallet, or say something totally inappropriate. We long to be on that bus with the other normal people.

But we are on the bus that says BOZO on the front, and we worry that we may be the only passenger on board. This is the illusion that so many of us labor under- that we're all alone in our weirdness and our uncertainty; that we may be the most lost person on the highway. Of course we don't always feel like this. Sometimes a wave of self-forgiveness washes over us, and suddenly we're connected to our fellow humans; suddenly we belong.

It is wonderful to take your place on the bus with the other bozos. It may be the first step to enlightenment to understand with all of your brain cells that the other bus - that sleek bus with the cool people who know where they are going - is also filled with bozos - bozos in drag; bozos with a secret. When we see clearly that every single human being, regardless of fame or fortune or age or brains or beauty, shares the same ordinary foibles, a strange thing happens. We begin to cheer up, to loosen up, and we become as buoyant as those people we imagined on the other bus. As we rumble along the potholed road, lost as ever, through the valleys and over the hills, we find ourselves among friends. We sit back, and enjoy the ride.